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AVR / Arduino Blumen gießen – Teil 1

23. Januar 2014 von pulponair

Weil das Wetter derzeit scheiße ist und im Fernsehen die ganz Zeit Dschungelcamp läuft, habe ich beschlossen mir die Zeit mit etwas halbwegs sinnvollem zu vertreiben.

Ich habe zwar bereits einen „grünen Daumen“, aber ein bisschen „technische Unterstützung“ kann ja nicht schaden. Darum bastel ich mir einen „Blumen-gieß-Automat“ fürs Büro.

Bestehen soll das ganze aus einem Microcontroller, Feuchtigkeitsensoren und Pumpen. Pumpen deshalb, weil Magnetventile zwar cooler aber deutlich teurer sind. Dazu später mehr.

Der Microkontroller ist erstmal ein Arduino, weil der sich leichter Debuggen lässt später wirds dann ein Attiny, weil der Arduino dafür zu schade ist und die „Tiny’s“ nur 1,50 Euro +/- Kosten

Das Prinzip ist einfach: Man misst die Feuchtigkeit im Topf und wenn diese unter einen bestimmten Grenzwert fällt schalten mann die Pumpen ein, bis der Grenzwert wieder erreicht ist.

Wie also misst man die Feuchtigkeit? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die wahrscheinlich einfachst ist über die Leitfähigkeit. Je höher die Leitfähigkeit desto feuchter die Erde. Soweit so gut. Nur muss man dazu eine Spannung an Elektroden anlegen. Und wer in der Schule aufgepasst hat, weiß das dann Elektrolyse stattfinde und die führt auf dauer zu galvanischen Veränderungen der Elektroden und des Substrats.

Um diese Effekt zu minder kann man:
A. Nur kurz Spannung anlegen
B. Die Spannung bei jeder Messung „umpolen“

Ich habe mich für A entschieden, weil man für B logischerweise einen Pin mehr braucht.
In der Praxis sieht das dann so aus: Man platziert 2 Elektroden in einem definierten Abstand (ich hab mal 2cm genommen), legt eine auf einen digitalen output Pin und die andere auf einen analogen input pin. Dann seht man den Digitalen pin high und misst an analog den Wert. Auf nem Steckbrett sieht das dann so aus:

Arduino moisture sensor breadboard

Damit man damit nicht „Radio Moskau“ empfängt ist der analog Pin mit 10k auf Masse gezogen. Und falls die Hand zitter sitzt im Digital Strang noch ein 1k Wiederstand zur Kurzschlusssicherung.

Als Elektroden halten vorerst ca. 5cm lange Nägel her und ein Stück Verpackungsmaterial als Abstandhalter.

Hier der erste Feldtest mit einer Pflanze:
YouTube Preview Image

Testweise ist das Messintervall hier relativ gering.

Um eine Idee davon zu bekommen was ein „sinnvoller“ Gießwert ist muss man das Intervall hochsetzen und das ganze mal ein länger Zeit laufen lassen und mit der „Finger in Erde stecken“ – Methode gegen prüfen.

Das habe ich hier mal für 4 Pflanzen aufgebaut und zusätzlich grafisch mit Processing visualisiert:
YouTube Preview Image

Nach einem Wochenende und einer Messung alle 5 Minuten sieht das so aus:

Moisture sensor graph

„Gelb und Grün“ waren im übrigen schon vorher sehr trocken. Derzeit sieht es so aus als sein der Grenzwert irgendwo bei „300“.

Wir werden sehen. Beim nächsten mal geht’s dann erstmal weiter mit der Pumpe. Stay tuned.

Wer ne Idee für einen besseren Elektroden – Abstandshalter hat, der möge sich melden ;).

Wanna try? Then buy:
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Eine Reaktion zu “AVR / Arduino Blumen gießen – Teil 1”

  1. Micha

    hey,
    Holzklötzchen wäre eine Idee als Abstandshalter.
    Sagmal würdest Du den Code für die Messung freigeben?
    Grüße!

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