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Mein eigen Grund und Boden

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16. März 2006 von pulponair

Wer wünscht sich das nicht:

  • Ein eigenes Stück Land im grünen
  • Nettes Häuschen drauf
  • Nette Nachbarn
  • Noch besser gar keine Nachbarn

Tja, da sich das mit dem plötzlich auftauchenden Erbonkel oder dem “reich heiraten” wohl so langsam erledigt hat, habe ich beschlossen die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Für den Spottpreis von 50 Eur erwarb ich unlängs ein “one squaere foot”-grosses Grundstück in Glenmore Schottland. Viel zu klein? Weit gefehlt, denn es eröffnen sich eine Fülle an Möglichkeiten zur Wertsteigerung und Expansion.

Im Nuh zum Grundbesitzer
Ja, richtig ich darf mich nun offiziel “Laird” nennen, ich glaube zwar nicht, das sich damit irgendenjemand beeindrucken lässt, aber immerhin. Darüber hinaus bekomme ich seit dem Kauf regelmässig Werbepost aus Grossbritannien, in der man mir Angebote über Landmaschinen, elektrische Schafszäune usw. macht. Offensichtlich existiert da tatsächlich sowas wie ein Grundbucheintrag.

Der Golfplatzplan
Ich bin kein grosser Golfexperte, aber ich meine zu wissen, das man um in einem Golfplatz spielen zu dürfen Mitglied eines solchen sein muss. Die Mitgliedschaft in einen solch exklusiven Verein ist in der Regel ziemlich kostspielig (einige Tausend Euro im Jahr).
Und genau hier kommt der geschäftstüchtige “Laird of Glenmore” ins Spiel.
Ich könnte den “Ersten Golfclub of Glenmore” gründen:

  • Jahresbeitrag 500 Eur
  • Vermarktung übers Internet

Ich bin mir zwar nicht sicher, was für Mindestauflagen zu erfüllen sind, aber Platz für ein oder zwei Golflöcher hätte ich auf jeden Fall. Die würden dann auch nicht weit ausseinderliegen, was dann wieder die geringen Beiträge rechtfertigt. Denn wir brauchen ja weder Gärtner noch Cadys und Schnick Schnack wie Clubhäuser oder der gleichen sparen wir uns auch. Zurück zu den Wurzeln des Sports sage ich. Glenmore ist ein Land ..aehm…Fleck mit olympischem Geist.

Die Macht der Gewohnheit
Zu den Unterlagen, die meiner Besitzurkunde beilagen gehörte auch eine Karte. So wie es aussieht befinden sich rund um meinen “Quadratfuss” noch weitere “claims” der gleiche Grösse. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, das es irgendein altes schottisches Gesetz gibt, das besagt, das besetzte Grundstücke nach einer gewissen Zeit in den Besitz des Besetzers übergehen. Was liegt also näher als einfach mal nach Schottland zu reisen und einen kleinen Eroberungsfeldzug durchzuführen? Ich bin mir sicher die Verluste an Mensch und Material werden sich dabei in Grenzen halten.

3 Meilen Zonen nach oben?
Wie ist das eigentlich? Wenn ich ein Grundstück besitze gehört der Luftraum darüber dann auch mir? Und wenn ja bis in welche Höhe? Also zu allererst könnte ich mir dann mal die Überflugsrechte sichern, das dürfte schon äusserst lukrativ sein. Falls der Besitz nur bis in eine bestimmt Höhe reicht, könnte ich auch einen entsprechend hohen Pfahl aufstellen und darauf eine Stadt errichten. Und wie ist das überhaupt nach unten? Ich denke der bedarf an unterirdischen Atommüll-Endlagern ist auch nicht gerade klein.

Fazit
Es gibt offensichtliche eine Menge Expansionsmöglichkeiten. Ich bin zuversichtlich in Naher Zukunft König eines schillernden Reiches zu sein. Natürlich gibt es in diesem dann ein Reihe von Ämtern zu bekleiden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle alle die sich berufen fühlen auffordern mir eine Kurzbewerbung zukommen zulassen. Es winken nicht nur diplomatische Immunität sondern auch Ruhm und Ehre.

3 Reaktionen zu “Mein eigen Grund und Boden”

  1. A-Heldin

    Ein Gutsherr also… total abefahren… wo gab’ s denn dieses Angebot? Aber eine sehr interessante Theorie, die er da noch so vertritt… mit Grund und Boden besetzen… Scheint so, als sei WarCraft Dir ein Begriff, hm? ;-)

  2. pulponair

    Ja ein Gutsherr, das Angebot gabs hier http://www.scotch-laird.de/. Ja, Warcraft ist mir in der Tat ein Begriff, allerdings hab ich das schon ewig nicht mehr gespielt und so langsam bin ich ja auch aus dem alter raus ;) siehe hier
    http://www.trashboard.de/2006/03/22/scheisse-ich-werd-alt/

  3. TinTin

    das mit den pfahl und eine stadt darauf gründen, find ich klasse!!!!
    erinnert mich gleich an “die Stadt in den wolken”.. wenn nebel aufzieht, bist du dem ganzen schon ziemlich na.. *g*
    achja und den pfahl grün anstreichen, damit kann man einige leute leimen ;) ))

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